Belriether Bio-Kuhmilchkäse

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Am Rande des Biosphärenreservates Rhön, in Hörweite zur Werra, inmitten grüner Hügel auf denen wilde Kräuter, saftige Gräser und Löwenzahn gedeihen, sitzt Heike Hirse in ihrer Küche, trinkt ihren Kaffee und macht sich bereit für ihren Weg zur Arbeit in der Hofkäserei Belrieth. Der Arbeitsweg ist überschaubar. Wo andere Menschen täglich, teils stundenlang zur Arbeit pendeln müssen, braucht Frau Hirse nur den Gartenzaun hinter sich zu schließen und schon ist sie in ihrem Reich. Käse. Herrlich frischer, leicht säuerlicher Weichkäse aus pasteurisierter Bio-Milch. Seit 21 Jahren ist die gelernte Glasverarbeiterin nun schon heimliche Chefin im Betrieb.

Auf den Käse lässt sie hauchfeine und ausgewählte Bergkräuterblüten rieseln. Eine Mischung aus Kornblumen, Ringelblumen, Oregano, Rosmarin und einigen geheimen Zutaten, wie sie zwinkernd verkündet. Andere Varianten werden von schwarzem Kümmel, Pfeffer, Paprika oder Schalotten begleitet und bestätigen das, was wir schon beim Betreten der Käserei gemerkt haben: hier wird noch kreativ gearbeitet.

„Das ist das schöne an den kleinen Betrieben. Man kann immer etwas Neues probieren.“ so Siegfried Neuner, aktueller Geschäftsführer und Käsemeister im Betrieb. Eigentlich kommt Herr Neuner aus der industriellen Milchwirtschaft und hat knapp 30 Jahre lang für Großunternehmen die Produktion aufgebaut und nach dem Rechten geschaut. 320 Millionen Liter Milch hat er damals jährlich verarbeiten lassen. Heute sind es „nur“ noch 1 Millionen.

„Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht. Alles hat sich entfremdet. Bei Verhandlungsgesprächen in dunklen Lagerhallen, in denen bis zur dritten Stelle nach dem Komma hart verhandelt wurde, blieb die Leidenschaft auf der Strecke. Heute können wir uns wieder auf das konzentrieren, was wesentlich ist - Käse machen.“

Und so entschied er sich vor 3 Jahren, die Industrie hinter sich zu lassen und die Anteile der Käserei vom vorherigen, langjährigen Betreiber, abzukaufen und hier im saftig grünen Werra-Tal seinem Handwerk nachzugehen. „Ich bin jetzt erst in dem Beruf, für den ich damals meinen Käsemeister gemacht habe.“ berichtet er sichtlich zufrieden.

Nach der Käsereibesichtigung und einige Kostproben später, machen wir uns auf den Weg zum Ursprung des für den Käse so wichtigen Rohstoffes: Milch. Wir fahren in den Nachbarort Vachdorf und biegen auf einen modernen Hof ein, umgeben von grünen Weiden und Hügeln. Wir müssen uns beeilen, denn die Kühe und Bullen stehen schon in der Einfahrt bereit um auf die grünen Wiesen getrieben zu werden. 20ha insgesamt sind es, die sich hier über Berg und Tal erstrecken.
Die rot-gefleckte Herde, die wir hier sehen, besteht aus stattlichen Fleischrindern, die der Betrieb ebenfalls neben Milch produziert.

„Von der Käserei kann man im Sommer die Kühe auf der Weide stehen sehen.“, so Siegfried Neuner.

Die beiden Söhne des damaligen Käserei-Gründers Eberhardt Baumann, Andreas und Matthias, betreiben den Hof seit mehreren Jahren und beliefern die Käserei täglich mit frischer Bio-Milch. Die Milch geben die 240 schwarzbunten Holsteiner Kühen, die zweimal am Tag auf die Weide zum Grasen geführt und gemolken werden. Prächtige Tiere, die, Klischee beiseite, wirklich über die Weide springen. Man erschreckt sich leicht, wenn eine ausgewachsene 600Kg Kuh neben einem zum Sprung ansetzt und mit ihrer Schnauze auf Kuschel-Kurs geht. Aber ein schöner und beruhigender Anblick ist es alle mal.

Es gibt sie also noch. Die glücklichen Kühe auf der Weide, fern der konventionellen Massentierhaltung. Und auch die glücklichen Käser, die der Industrie den Rücken kehren und wieder zurück zum ursprünglichen gehen. Zum Handwerk, zur Leidenschaft und zu Persönlichkeiten wie es Frau Hirse sind, die seit dem ersten Tag nichts anderes machen möchte als guten Käse von glücklichen Tieren.

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