Vielanker Auerochse

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Unsere Nacht war kurz. Bereits am Vorabend haben wir uns dem Thema Auerochse kulinarische genähert, im Vielanker Brauhaus Auerochsenburger gegessen und vor Ort gebraute Bierspezialitäten verkostet. Als wir eigentlich schon Richtung Betten aufbrechen wollten, kam Küchenleiter Michael Koch noch zu uns an den Tisch und spendierte uns eine Führung durch die beeindruckenden Gebäude und die Geschichte des Vielanker Brauhauses. Michael ist seit 4 Jahren Küchenchef in Vielank und ebenso sympathisch wie engagiert.

Es ist 6.30 am Morgen als Michael uns am Eingang der Auerochsenweide empfängt. In der Ferne können wir schon die Herde ausmachen. Die 200 Tiere große Herde lebt hier halbwild auf 250 ha im UNESCO Biospärenreservat „Flußlandschaft Elbe“. 365 Tage im Jahr im Freien.

Bereits die ersten 10 Minuten zeigen, das dies hier nicht mit dem Besuch einer Rinderherde auf einem Bauernhof zu vergleichen ist. Wir sind mit dem Geländewagen bis zur Mitte der Weide gefahren. Die Herde ist nur noch durch einen weiteren Zaun, der die Weide unterteilt, von uns getrennt. Doch als wir aussteigen, entfernt sich die Herde sofort und hält einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern zu uns. Intuitiv halten auch wir einen Sicherheitsabstand beim Betrachten der eindrucksvollen Hörner.

Die Auerochsen die wir vor uns sehen, sind etwas kleiner als die „echten Auerochsen“ die seit 1627 als ausgestorben gelten, aber immer noch Respekt einflößend. Die Brüder Heinz und Lutz Heck (spätere Leiter der Tiergärten in Berlin und München), setzen sich in den 1920er Jahren das ambitionierte Ziel, den ausgestorbenen Auerochsen aus verschiedenen europäischen Rinderrassen zurückzukreuzen. Von einigen wird die heutige Rasse deshalb auch „Heckrind“ genannt. Wir bleiben bei der Bezeichnung Auerochse, auch wenn sie rein wissenschaftlich nicht ganz korrekt ist.

Nach unserer gescheiterten Versuchen uns den Tieren zu Fuß anzunähern wechseln wir in den Geländewagen des Brauhauses. Den sind die Tiere gewohnt und wir staunen, wie wir im Schutze des Autos langsam mitten in die Herde fahren können. Das ganze erinnert uns nun eher an eine abenteuerliche Safari, als an den Besuch bei einem Rinderhalter. Der Eindruck verstärkt sich noch, nachdem wir außen am Auto die tiefen Kratzspuren entdecken, welche die imposanten Hörner der Tiere offensichtlich bei vergangenen Besuchen dort hinterlassen haben. Heute ist die Herde zum Glück sehr ruhig und wir können die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Die Tiere sind „100% Grassfeed“, also ernähren sich nur von dem, was sie auf der Weide finden bzw. im Winter wird noch Heu, was auf den eigenen Wiesen produziert wird, zugefüttert. Einen Stall brauchen die Tiere nicht. Schutz bietet der Wald in den sie sich zurückziehen können.

Geschlachtet werden die Tiere zwischen 2 und 4 Jahren. Dafür kommen sie nicht auf einen Schlachthof sondern werden vom Tierarzt auf der Weide mit einem Schuss erlegt. Das Auerochsenfleisch ist sehr mager, mit einer mineralischen Note und geht in Richtung Wild. Um den besonderen Eigengeschmack hervorzuheben und um einen saftigen Burger zu kreieren geben wir etwas Bio Rinderfett zu unseren Patties.

Auf dem Weg zurück fahren wir an Obstwiesen vorbei und Michael erzählt uns stolz, das sie die Fruchtaufstriche für das Hotel aus den eigenen Früchten herstellen. Im Gasthof angekommen kegen uns die Köche noch einmal ein Auerochsen-Patty auf den Grill. Das das Holz für den Grill aus den eigenen Wäldern, direkt neben der Auerochsenweide stammt, überrascht uns kaum noch. Hier draussen inmitten dieser wundervollen Naturlandschaft scheint noch vieles im Einklang zu sein.

NACHHALTIGKEIT

Die Auerochsen sind gleich in mehreren Dimensionen besonders nachhaltig: Artgerechte Tierhaltung auf höchstem Niveau. 100% grasbasiertes Futter, kein Einsatz von Kraftfutter. Erhalt einer alten Rasse

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322208 Vielanker Burger, tiefgefroren, 180g